Stahr Treasury
  Listen I Focus I Solve

Wie ein Industriekonzern seine Währungsrisiken in nur zwei Monaten messbar reduzierte

Währungsrisiken sind wie Reibungsverluste im Getriebe: Sie bringen keine Rendite, können aber sehr schnell Rendite vernichten.

Gerade in global tätigen Unternehmen mit vielen Tochtergesellschaften und Projektgeschäften entstehen unbemerkt Fremdwährungsrisiken, die sich direkt in der Erfolgsrechnung niederschlagen. Dann zeigt sich, was oft übersehen wird: selbst profitable Geschäfte können durch unkontrollierte Fremdwährungseffekte ihre Marge verlieren.

Ein internationaler Schweizer Industriekonzern mit Tochtergesellschaften in 20 Ländern und 16 Währungen wollte diese Schwankungen endlich in den Griff bekommen.


Die Strategie: mehr Transparenz, mehr Steuerbarkeit – ohne Mehraufwand im Tagesgeschäft.


Die Herausforderung

Währungsabsicherungen wurden bisher projektbezogen durchgeführt – solide, aber nicht ganzheitlich. Etwa die Hälfte des Gesamtvolumens blieb ungesichert.
Gerade dort – in den vielen kleineren Projekten, Forderungen, Verbindlichkeiten und Zwischenkonten – versteckten sich die grössten FX-Einflüsse auf den Abschluss.


Ziel war ein Reporting, das

  1. alle bilanz- und cashflowbasierten Währungsrisiken abbildet,
  2. natürliche Hedges sichtbar macht,
  3. und auf Knopfdruck die Netto-Exposures je Gesellschaft und Währung liefert.


Der Lösungsweg

1. Balance Sheet Hedging - die verborgenen Risiken sichtbar machen

Zuerst wurden die Working-Capital-Bestände über drei Jahre rückwirkend analysiert – monatlich, nach Währung und Kontoart.

Auf Basis dieser Daten entstand im Coupa Treasury System ein Balance-Sheet-FX-Risk-Report, der erstmals sämtliche kurzfristigen Bilanzpositionen mit den bestehenden FX-Deals verknüpft.
Das Ergebnis: ein Netto-Balance-Sheet-Exposure pro Währung und Monat.

Diese Transparenz ermöglichte dem Group Treasury, gezielt Overlay-Hedges einzusetzen – genau dort, wo es die Bilanz am meisten entlastet.

Das Resultat: spürbar weniger Währungseinflüsse im Monatsabschluss.

2. Cash Flow Hedging - vom Einzelprojekt zur Gesamtsicht

Das projektbezogene Hedging wurde erweitert, um künftig alle Cash Flows zu erfassen, nicht nur die grossen. Dazu wurden die täglichen Kontoauszüge (MT940 / camt.053) automatisch eingelesen und in Coupa kategorisiert – nach

  • Operational
  • Investment und
  • Financial Cash Flows,

jeweils mit den Unterkategorien Intern und Extern

So entstand ein Treasury Liquidity Plan, der jede Bewegung im Konzern abbildet – von der Debitorenzahlung bis zum Zinsfluss. Auf dieser Basis liefert das neue Hedging-Reporting nun tagesaktuell das Brutto- und Netto-Exposure sowie die Hedge Ratio – je Gesellschaft, Währung oder Zeitraum.


Das Ergebnis

In nur zwei Monaten entstand ein integriertes FX-Reporting, das CFO und Treasury heute gemeinsam nutzen:

✅ Klare Entscheidungsgrundlagen für Absicherungsstrategien
✅ Messbare Reduktion der Ergebnisvolatilität
✅ Automatisierte Datenintegration aus SAP und Coupa
✅ Transparente FX-Exposures auf Bilanz- und Cashflow-Ebene
✅ Management-taugliche Reports für Präsentationen in Excel & PowerPoint

Das Unternehmen hat damit ein Instrument geschaffen, das Währungsrisiken nicht nur sichtbar, sondern steuerbar macht – und das ohne die operativen Teams zusätzlich zu belasten.


Lessons learned: warum CFOs und Treasurer diesen Schritt gehen sollten

FX Risiken sind kein reines Treasury-Thema – sie sind ein Ergebnisthema

Ein CFO, der seine Währungspositionen nicht kennt, steuert sein Ergebnis mit Unsicherheitsfaktor. Mit einem integrierten FX-Reporting schaffen Sie Planungssicherheit, Renditeschutz und klare Entscheidungsgrundlagen.


Stahr Treasury hilft Ihrem Unternehmen,

  • ihre Treasury-Daten so zu strukturieren, dass sie Entscheidungen ermöglichen,
  • Risiken dort zu erkennen, wo sie bisher unsichtbar waren,
  • und FX-Management vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil zu machen.

👉 Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Konzern heute wirklich Währungsrisiken trägt – und wie Sie sie kontrollieren statt erdulden – sprechen Sie mit uns.

Bild von Lukas Blazek aus Unsplash


Haben Sie noch Fragen?

Wir sind Ihnen gerne behilflich!



 
E-Mail
Anruf
LinkedIn